Wie plane ich ein WordPress Blog?
Vor dieser Frage stehe ich gerade. Bisher bin ich jedes Blog-Projekt so angegangen, dass ich einfach angefangen habe. WordPress installiert, ein Theme gesucht und modifiziert und dann mal schauen, was man sonst noch so braucht. Fehler und Probleme werden dann bearbeitet, wenn sie anfallen. Einen Zeitplan gab es nicht, ach was, von einem Plan kann überhaupt nicht die Rede sein. Diese Projekte evolutionierten einfach so vor sich hin. Ein Resultat dieses Vorgehens sieht man hier z.B. hier auf easyfunk.org. Aus einem aktuellen Anlass, habe ich mich entschieden, die Sache einmal anders anzugehen.
Warum ein Blog-Projekt planen?
Vorweg sei gesagt, dass ich Bloggen ohne professionellen Anspruch verfolge. Entsprechend haben meine Projekte keine Budgets, keine fremdbestimmten Ziele, keine Verpflichtungen und keinen kommerziellen Anreiz. Und daher ist es auch überhaupt nicht verwerflich, wenn man sein Projekt unter diesen Prämissen “einfach so” betreibt und sich darüber keine weiteren Gedanken macht.
Dennoch kann es Sinn machen, ein Blog zu planen und sich vor dem Start ein paar grundlegende Gedanken zu machen. Jede Entscheidung für oder gegen einen Schritt bei der Umsetzung eines Blogs schränkt die Möglichkeiten für spätere Entscheidungen ein. Am Ende kann man allein wegen der gescheiterten oder komplizierten technischen Umsetzung so deprimiert sein, dass das eigentliche Ziel, das Bloggen, keinen Spaß mehr macht. Um sich die technischen Voraussetzungen zu schaffen, dass das Bloggen Spaß macht und erfolgreich ist, lohnt es sich auf jeden Fall, die einzelnen Möglichkeiten zu planen und zu testen.
Ich plane das erste mal einen WordPress-Blog und habe in diesem Zusammenhang angefangen, eine Liste mit To-Dos zu erstellen. Und was liegt näher, als diese zu veröffentlichen zur Diskussion zu stellen?
Motorenwechsel: Von Serendipity zu WordPress
Nun, ehrlich gesagt, wäre ich freiwillig gar nicht auf die Idee gekommen, mir über die Planung eines Blogs Gedanken zu machen und wäre stattdessen so wie immer vorgegangen. Allerdings stehe ich jetzt vor der Situation, dass ich mit der Software Serendipity nicht mehr zufrieden bin. Es zieht mich zurück zu WordPress. Ein über zwei Jahre alter Blog mit ca. 400 Einträgen und ca. 1200 Kommentaren ist nicht “einfach so” umgezogen. Hierbei gibt es eine Menge zu bedenken:
- Transfer der Inhalte (Artikel, Kommentare, Seiten, Tags, Kategorien, Medien, etc.)
- Was ist mit den Urls? Wie stelle ich sicher, dass die Verlinkungen (intern und von extern) weiterhin stimmen?
- Transfer der Identität des Blogs (Dieser Punkt ist abstrakt und daher kompliziert, dazu an anderer Stelle mehr
Das sind nur ein paar grobe Themengebiete, über die ich mir Gedanken gemacht habe und für die ich größtenteils bereits Lösungen erarbeitet habe. Im Zuge der Suche nach Problemen und der Entwicklung von Lösungsstrategien, fiel mir auf, dass sich noch ganz andere Themen problematisieren lassen.
Was sollte geplant werden?
- Theming (Design, Funktionalität, Browserkompatibilität und Upgradestabilität)
- Plug-Ins
- Usability
Allein diese drei Themenfelder bieten soviele Möglichkeiten, sich den Kopf zu zerbrechen, dass man ohne Probleme selbigen dabei verlieren kann. Es gibt genug kostenlose Ressourcen im Netz, die einem bei der Entscheidungsfindung behilflich sein können. Man muss sie allerdings finden, lesen, verstehen und sich dann auch noch entscheiden. Darum wird es in den nächsten Artikeln hier auf easyfunk.org gehen. Ich gehe diese Themen an, werde den Prozess hier dokumentieren und lade dazu ein, die Beiträge zu kommentieren. Da ich die Themenfelder nicht überschauen kann, habe ich mir auch noch keinen konkreten Zeitplan gesetzt. Allerdings soll der Relaunch des Blogs im Laufe des Januars bewerkstelligt sein. Es ist halt die Frage, wieweit ich bis dahin komme…
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